Pages Menu
Categories Menu

Gepostet on Dez 17, 2013 in Badezimmer, Lesenswert, Wir testen | Keine Kommentare

Wärmestrahler fürs Bad: Der Solamagic 1000 im Test

Wärmestrahler fürs Bad: Der Solamagic 1000 im Test

Heute darf ich euch ein Produkttest vorstellen, auf den ich mich schon seit längerer Zeit freue. Wir haben den Wärmestrahler von Solamagic in der Ausführung mit 1000 Watt für einige Wochen eingesetzt. Kernfrage: Wie sinnvoll ist ein Wärmestrahler für das Badezimmer bei klirrenden Außentemperaturen?

Sinn und Zweck des Produkttests

Bei steigenden Heizkosten wird in vielen Haushalten nach Möglichkeiten gesucht, dauerhaft Strom zu sparen. Besonders teuer ist dabei die Winterzeit, wenn die Kälte in die Wohnräum übergeht. Ein Bereich, bei dem das Heizen beinah schon überflüssig scheint, ist das Badezimmer.

Das Badezimmer wird täglich zwar mehrmals benutzt, dann jedoch meist nicht länger als für 30 Minuten. Anders sieht es im Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Büro aus, wo ja viel längere Aufenthalte stattfinden. Wegen dieser kurzen Zeiträume die Heizung durchgängig laufen lassen, scheint ineffizient. Gerade für die Zeiten nach dem Duschen und Baden, wo noch höhere Temperaturen gewünscht sind, müsste die Heizung bereits zuvor stark betrieben werden.

Der Solamagic 1000 schien hier als Wärmestrahler eine interessante Lösung zu sein. Der Infrarot-Heizstrahler erzeugt nach Anschalten direkt angenehme Wärme und nach wenigen Minuten ausreichend Wärme für kleine Räume, wie das Badezimmer. Da die Anlaufzeiten so gering sind, schien der Heizstrahler eine ideale Lösung zu sein, um Kosten zu sparen. Doch wie effizient ist das Gerät denn wirklich?

Den Wärmestrahler vorgestellt

Bei dem Wärmestrahler handelt es sich um das Modell mit 1000 Watt mit Zugschalter. Das Produkt wirkt solide und wertig (knapp 2 Kilogramm schwer) und ist nicht aus Kunststoff, sondern wetterfestem und gepulvertem Aluminium hergestellt.  Sorgen um durchgeschmorene Plastikteile sind damit wohl nicht notwendig. Auf Wunsch sind auch andere Farben möglich. Kurz die Daten:

  • 1000-Watt-Leuchte (Lebensdauer: 5000 Stunden)
  • IP24: Spitzwassergeschützt
  • Installation an der Wand
  • Mit Zugschalter
  • Gewicht: 2,12 Kilogramm
  • 48,8 Zentimeter breit, 7,3 Zentimeter hoch

Der Wärmestrahler verfügt über zwei Arme, die eine stabile Anbringung an die Wand erlauben. Hierfür werden an zwei Löchern die Metallringe angebracht, in diese wird dann der Wärmestrahler angehängt. Dank der an der Rückseite verschiebaren Arme ist eine gewisse Flexibilität gegeben, wodurch leicht verschobene Bohrungen kein Problem sind.

Solamagic Infrarotstrahler 1000W

Was auf dem Bild gut zu sehen ist: Die Arme des Heizstrahlers sind mit jeweils einem Gelenk ausgestattet, was eine Anpassung des Strahlbereichs um 30 Grad erlaubt. Das ist gerade bei einer Installation an der Wand (wie bei uns) praktisch, wodurch die Wärme gut weiter nach unten konzentriert werden kann.

Kurz zur Vorderseite. Anders als von mir vermutet, ist nur ein Gitter vorhanden, was auf den ersten Blick unsicher scheint, aber natürlich eine bessere Wärmweiterleitung erlaubt. Das Gerät arbeitet also effizient.

Der Solamagic 1000W im Test

Der Wärmestrahler von Solarmagic wirkt auf den ersten Blick, für die erhoffte Wärme, klein. Doch das kompakte Design trügt über die Leistung hinweg.  Kurz ein Grundriss zur Situation: Das Bad verfügt über eine Eckdusche, aus der man seitlich heraustritt und dann vor dem Waschbecken steht.

Nach dem Aussteigen aus der auf der anderen Seite liegenden Badewanne findet man sich ebenfalls hier ein. Es war daher sinnvoll den Heizstrahler hinter dem Waschbecken zu befestigen und damit die Strahlen direkt auf den Rücken zu werfen. Zugleich werden damit die Augen vor den Infrarotstrahlen geschützt. Nun aber zur Erfahrung.

Wir waren überrascht festzustellen, wie stark der Solamagic 1000W arbeitet. Doch ist diese Leistung natürlich notwendig, um die Wärme über eine Entfernung von 1,5 bis hin zu 2 Meter, von der Wand bis hin zum Waschbecken, transportieren zu können. Direkt nach dem Einschalten wird viel Wärme produziert, was im Vergleich zu den langen Anlaufzeiten der Gasheizungen natürlich ein besonderer Vorteil ist.

Wichtig: Der Wärmestrahler erwärmt nicht die Luft (kurzwellige Infrarotstrahlen), dafür werden 92 Prozent der Elektrizität in Wärme umgesetzt – ein effektiver Wert.

Der angeschaltete Heizstrahler.

Der angeschaltete Heizstrahler.

Hauptanliegen des Tests war der Einsatz morgens (direkt nach dem Aufstehen, wo die Zimmer meist noch kalt sind) sowie nach dem Duschen, wo auch ein gut gewärmtes Badezimmer weiterhin kalt wirkt. In beiden Einsatzbereichen erfüllt der Wärmestrahler von Solamagic ser gut Leistungen und wärmt auf, was ein besonders gemütlichen Start in den Tag erlaubt – gerade im Winter.

Als nachteilig haben wir das kurze Kabel (40 Zentimeter) empfunden. Andererseits, so muss man sagen, ist das kurze Kabel bei einer dauerhaften Installation natürlich vom Vorteil. Da man Kabel in der Regel verstecken will, kann man das hier mit der kurzen Ausführung problemlos hinbekommen. Es muss nur ein passender Standort mit direktem Kontakt zur Steckdose vorhanden sein. Die Alternative: Einfach bei der Bestellung eine individuelle Kabellänge mitteilen.

Mit dem praktischen Zugschalter den Strahler an- oder ausschalten.

Mit dem praktischen Zugschalter den Strahler an- oder ausschalten.

Auch bei längeren Tests (um die 30 Minuten) liefert der Solamagic 1000 stabile Leistungen. Mit dem Zugschalter wird man ihn dann einfach ausschalten. Daneben muss man als Nutzer darauf achten, gerade beim Anschalten, wo man direkt vor dem Wärmestrahler steht, nicht in diesen hineinzusehen. Auf eine weite Entfernung ist das kein Problem, knapp 20 Zentimeter sind jedoch zu wenig.

Der Verbrauch des Wärmestrahlers

Ich war gespannt zu erfahren, wie viel der Wärmestrahler verbraucht. Ausgegangen war ich von einem relativ hohen Wert, da die erzeugte Wärme doch enorm ist. Bei einem 10-Minuten-Test kam ich auf einen Wert von 0,147 kWh, was umgerechnet etwa 0,03 Euro entspricht.

Interessant ist das Hochrechnen auf 1 Stunde. Mit dem erwähnten Wert sind es 0,882 kWh pro Stunde, was umgerechnet (geht man von 25 Cent pro kWh aus) etwa 22 Cent sind – ein übersichtlicher Wert. Benutzt man den Wärmestrahler also täglich 15 Minuten, kommt man im Monat auf etwa 6,60 Euro.

Das Bad – anfällig für Schimmel

Das Bad mit kalten Temperaturen, kombiniert mit der hohen Luftfeuchtigkeit nach Duschen und Baden, führt zu unangenehmen Ergebnissen. Zurecht wird daher gefragt, ob der Wärmestrahler im Hinblick auf die Schimmelgefahr eine wirkliche Alternative zur Heizung sein kann. Die Antwort: Ja, jedoch mit Vorsicht, da der Wärmestrahler nicht die Luft erwärmt.

Da die Schimmelgefahr im Bad sehr hoch ist, müssen entsprechende Maßnahmen getroffen werden. Diese können so aussehen, dass Fenster beim Verlassen des Badezimmers für einige Zeit geöffnet werden, während die Tür geschlossen bleibt. Die Feuchtigkeit kann so nach draußen abgegeben werden. Danach lässt sich die Tür öffnen, das Fenster schließen. Durch das Niedrighalten der Luftfeuchtigkeit dürfte das permanente starke Erwärmen per Heizung überflüssig sein. Helfen kann beim Kontrollieren ein Hygrometer.

Der Solamagic 1000 im Sommer

Als Käufer dürfte man sich zurecht fragen, was mit dem Wärmestrahler Solamagic 1000 im Sommer oder aber auch Frühling passiert. Was tun, wenn die Temperaturen regelmäßig über 20 Grad gehen und der Wärmestrahler eigentlich überflüssig ist?

Ich empfehle den Strahler fest zu installieren und durchgängig angebracht zu lassen. Es kann immer Situationen geben, in denen das Badezimmer zu kalt ist (z.B. nach einer kalten Nacht) oder etwas zusätzliche Wärme für einige Minuten angenehm wäre (z.B. bei einer Erkältung). Es sollte also gut überlegt werden, wo man den Wärmestrahler denn platziert.

Fazit: So bewerten wir den Wärmestrahler

Ok, zur Zusammenfassung: Der Wärmestrahler Solamagic 1000 ist ein verlässliches und effizient arbeitendes Produkt. Die Wärmequelle ist ideal, um einzelne Bereiche für einen begrenzten Zeitraum zu erwärmen. Das ist gerade im Bad sinnvoll, wo man ja täglich zwar einige Zeit verbringt, es sich dabei jedoch meist um kurze Aufenthalte handelt. Der Spitzwasserschutz ist dabei natürlich sehr wichtig.

Wir können den Wärmestrahler, gerade im Winter bei kalten Temperauren und hohen Heizkosten, voll empfehlen. Der ermittelte Verbrauch ist dabei, im Vergleich mit herkömmlichen Elektrogeräten, hoch (siehe Abschnitt „Der Verbrauch des Wärmestrahlers“), jedoch trotzdem gut überschaubar ist. Daher: Klare Kaufempfehlung – gerade für den Winter.

The following two tabs change content below.

Viktor

Heimwerker und angehender Hobby-Gärter
Gründer von Furniture-Blog.de. Ich berichte hier über Möbel, Gärten und mehr. Gerne lasse ich euch an meinen Erfahrungen aus dem Alltag teilhaben. Parallel zum Möbel-Blog schreibe ich speziell über den Garten auf Garden-Blog.de.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.