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Gepostet on Apr 5, 2014 in Sonstiges | Keine Kommentare

Gastartikel: Mehr Ordnung für mehr Lebensqualität

Gastartikel: Mehr Ordnung für mehr Lebensqualität

Viele vernachlässigen das Thema Ordnung in ihrem Zuhause maßgeblich und wundern sich, warum Sie sich oft unruhig und unwohl fühlen. Nicht selten hängt das mit dem äußerlichen Chaos zusammen. Denn so wie es um uns herum aussieht, so überträgt sich dieser Zustand auch auf unser Inneres. Das soll nun in keinen psychologischen Exkurs ausarten, sondern einfach nur verdeutlichen, wie wichtig Ordnung in den eigenen vier Wänden ist. Ich habe einige praktische Tipps zusammengestellt, die sofort umsetzbar sind und den Alltag ein Stückchen besser machen.

Jeder Gegenstand braucht einen Platz

Das Chaos entsteht häufig aufgrund der Tatsache, dass zahlreiche Dinge um uns herum keinen festen Platz haben. Aus diesem Grund liegen sie immer irgendwo herum und selbst wenn man sich mal zum Aufräumen aufrafft, bleiben genau diese Dinge liegen. Oder sie werden „schnell mal“ in irgendeiner Schublade versenkt oder in einer Kiste verstaut.

Doch über kurz oder lang entsteht auf diese Weise nur noch mehr Chaos, weil Schubladen, Schränke und Fächer schon bald mit diversen Dingen vollgestopft sind, die eigentlich gar nicht dort hingehören. Sobald aber alles seinen Platz hat, kehrt automatisch mehr Ordnung ein. Das Aufräumen fällt leichter und langfristig, bringt ihr ein System in eure Räume! Egal ob Wohn- oder Arbeitszimmer.

Ordnungssysteme richtig nutzen

In vielen Haushalten sind zahlreiche Ordnungssysteme wie beispielswiese Kisten zu finden. Vom Grundansatz her wird damit schon viel in Richtung Ordnung getan. Doch oft scheitert es an der falschen Nutzung von Körben, Schubladen und Co.

Ein wichtiger Tipp ist hierbei: sämtliche Aufbewahrungsbehälter, Schubladen und ähnliches nur zu 80% zu füllen. Denn sobald etwas randvoll ist, wird es wieder schwer Ordnung zu halten. Durch die Überfüllung müssen wir Wühlen, um einen bestimmten Gegenstand herauszuholen und das muss zwangsläufig zu Unordnung führen. Schnell ist der aufgeräumte Zustand dahin und das Ordnungssystem wird wertlos.

Deshalb: Boxen und Co. niemals voll machen, sondern höchstens zu 80%. Sollte es euch trotzdem nicht gelingen in dem jeweiligen Behälter, Regal oder einer Schublade Ordnung zu halten, kann es sein, dass der jeweilige Aufbewahrungsbehälter bzw. Platz nicht der richtige ist. Bewahrt ihr Kabel und Befestigungsmaterial zum Beispiel in einem Korb auf, muss es zur Unordnung kommen.

Sobald ihr etwas braucht, was ganz unten im Korb liegt, ist das Chaos vorprogrammiert. Sortiert Kabel stattdessen beispielsweise in eine Schublade. Hier habt ihr die sofortige Übersicht von oben und alles zügig griffbereit. Am besten jedes Kabel noch separat zusammenrollen, damit sich nichts verheddert. Die 80% Regel könnt ihr auch auf andere Bereiche wie Ordner oder ganze Schränke übertragen.

Thematische Ordnung

Zudem empfehle ich grundsätzlich diverse Kleinigkeiten thematisch zu sortieren und gemeinsam aufzubewahren. Beispielsweise landen sämtliche Knöpfe in meiner Handarbeitsschublade in einem verschließbaren Glas. Genauso gehe ich bei Batterien, Schrauben und ähnlichem vor. Alles wird sortiert und in Gläser oder transparente Boxen gefüllt. So sehe ich sofort wo was drin ist und muss nichts suchen.

Auch bei Kleidung, Küchenutensilien oder ähnlichen Dinge halte ich mich ans Sortieren und gemeinsame Aufbewahren. Teelichter und alles was mit Kerzen zu tun, kommt in ein Fach im Schrank, alle Gesellschaftsspiele befinden sich ebenfalls in einem gemeinsamen Fach, Fotoalben  haben einen eigenen Platz, Stifte eine gemeinsame Kiste, Geschenkpapierrollen stehen in einem Korb und sämtliche Gewürze befinden sich sortiert im Küchenschrank und sind durch eine gemeinsame Box schnell herauszuholen.

Es wird also deutlich, dass sich diese Vorgehensweise auf jeden Raum und jeden Bereich ausweiten lässt. Und das Aufräumen lohnt sich ; )

Ausmisten für mehr Freiraum

Neben der Tatsache, dass häufig kein fester Platz für Dinge besteht und Ordnungssysteme falsch genutzt werden, sorgt ein weiterer elementarer Faktor für Unordnung: zu viele Dinge! Viele Menschen neigen dazu alles Mögliche aufzubewahren. Egal ob es noch gebraucht wird oder vielleicht schon lange nicht mehr gefällt. Die Sachen werden im wahrsten Sinne des Wortes gebunkert. Und das geht zu Lasten der Ordnung.

Zwar ist es auch möglich mit vielen Dingen Ordnung zu halten, aber ich kann nur bestätigen, dass es natürlich nicht einfacher wird. Umso mehr Dinge sich in einer Wohnung befinden, desto schwieriger wird es langfristig Ordnung zu halten.

Falls auch ihr das Gefühl habt von eurem Besitz erdrückt zu werden, solltet ihr dringend ausmisten. Um euch nicht zu überfordern und zu schnell die Motivation zu verlieren, solltet ihr nicht gleich alle Zimmer auf einmal angehen. Geht der Reihe nach vor und nehmt euch pro Tag nicht mehr als ein Raum vor. Erledigt dort das Ausmisten aber umso sorgfältiger. Nehmt jeden Gegenstand nur einmal zur Hand und entscheidet möglichst schnell ob dieser entsorgt, verkauft oder verschenkt werden soll.

Ordnet die ausgemisteten Gegenstände diesen drei Bereichen zu und legt sie am besten in eine Kiste. Die Sachen zum Entsorgen bringt ihr sofort nach dem Ausmisten zum Mülleimer. Sonst überlegt ihr es euch vielleicht noch anders. Die beiden anderen Kisten ebenfalls möglichst schnell erledigen und online oder vielleicht auf dem Flohmarkt verkaufen. Die Dinge zum Verschenken könnt ihr in Sozialläden abgeben. Der Erlös kommt dann dem guten Zweck zugute.

Durch das Ausmisten werden ihr aufatmen können und euch an eurem neu gewonnenen Freiraum erfreuen. Viel Erfolg dabei : )

Zur Autorin

Gaby gestaltet leidenschaftlich gerne Räumlichkeiten und teilt ihre Erfahrungen auf ihrem Blog wohncore.de. Dort schreibt sie über ihre Restaurierungs- und Umgestaltungsarbeiten von Möbeln, gibt Anregungen zu den Themen Einrichtung und Dekoration und praktische Tipps für mehr Ordnung.

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