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Gepostet on Jan 5, 2015 in Garten | 1 Kommentar

Terrassenüberdachung im Garten – Eine Baugenehmigung muss her

Terrassenüberdachung im Garten – Eine Baugenehmigung muss her

Ohne Frage gehört zu einem richtigen Garten auch ein Gartenhaus. Wenn ihr jede freie Minute im Garten verbringen möchtet, braucht ihr eine Schlafgelegenheit und eine Unterkunft bei schlechtem Wetter. Wer einmal über ein Gartenhaus nachdenkt, sollte auch die Terrassenüberdachung nicht vergessen. Die bietet nicht nur einen sicheren Schutz bei Regen, sondern auch ein schattiges Plätzchen, wenn es die Sonne zu gut meint.

Eine Terrassenüberdachung gehört unbedingt zu einer Terrasse dazu. Allerdings gibt es einiges zu bedenken. Wenn ihr unüberlegt drauf losbaut, könnte das eventuell ein teures Vergnügen werden.

Braucht eine Terrassenüberdachung eine Baugenehmigung?

Das hängt von verschiedenen Kriterien ab. Dabei ist der Standort ebenso entscheidend wie die Größe der Überdachung. Zu beachten ist, dass baurechtliche Vorgaben nicht deutschlandweit einheitlich sind.

Je nach Bundesland und Gartensparte können unterschiedliche Vorschriften gelten. Prinzipiell könnt ihr erst einmal davon ausgehen, dass eine günstige Überdachung der Terrasse eine Baugenehmigung erforderlich macht. Diese muss beim zuständigen Bauamt beantragt werden. Dort erfahrt ihr auch etwas über die Richtlinien, die beim Bau von Terrassenüberdachungen gelten.

Im Prinzip ist es durchaus möglich, dass ihr eine Baugenehmigung für die Terrassenüberdachung beantragen müsst, während Freunde im Nachbarort keine Genehmigung benötigen.

Sollte eine Baugenehmigung für die Terrassenüberdachung notwendig sein, erfahrt ihr beim Bauamt auch, welche Angaben vor dem Bau zu machen sind. Meist müssen die genauen Maße angegeben werden.

Mancherorts ist es bis zu einer bestimmten Größe möglich, die Überdachung ohne Genehmigung zu erstellen. So sind in Sachsen in vielen Gebieten Terrassenüberdachungen genehmigungsfrei, während in Bremen alles über 30 Kubikmeter einer Genehmigung bedarf.

Fragen kostet nichts, bauen schon

Bevor ihr euch an den Bau der Terrassenüberdachung macht, solltet ihr lieber beim Bauamt nachfragen. Denn während Fragen meist kostenlos ist, kann die ohne Genehmigung errichtete Überdachung richtig teuer werden.

Neben einer Ordnungsstrafe kommen meist auch noch die Kosten für den Abriss dazu. Es lohnt sich sogar, die Auskunft schriftlich einzuholen und so bei eventuellen späteren Streitfällen gerüstet zu sein.

Außerdem lohnt es sich, auch mit dem Nachbarn mal zu reden. Wenn ihr die vorgegebenen Abstände nicht einhalten könnt, benötigt ihr die Unterschrift des Nachbarn.

Ansonsten könnt ihr theoretisch auch ohne Zustimmung bauen. Im Sinne einer friedlichen Nachbarschaft solltet ihr den Anwohner aber vielleicht mal ein einen Kaffee laden und die Sache besprechen.

Terrasse2

Was braucht ihr zusätzlich zum Antrag?

Für die Baugenehmigung für die Terrassenüberdachung sind einige Papiere und Unterlagen erforderlich. Neben dem Antragsformular kommen die Bauzeichnung, die Unterlagen zur Statik, der Lageplan und die Baubeschreibung dazu.

Das Bauamt kann aber noch mal genau Auskunft über die erforderlichen Unterlagen geben. Ihr solltet bei der Baugenehmigung für Terrassenüberdachung beachten, alle Unterlagen vollständig einzureichen.

Das könnt ihr allein entscheiden

Ob es eine Terrassenüberdachung aus Holz, Aluminium oder einem anderen Material werden soll, ist ganz allein eure Entscheidung. Das Material ist beim Bau für die genehmigende Stelle völlig unerheblich. Ihr könnt also selbst entscheiden, was euch am besten gefällt und welche Vorteile ihr nutzen möchtet.

Auch bei der Eindeckung kann im Normalfall selbst entscheiden werden. Ob Ziegel, Sicherheitsglas oder Wellkunststoffplatten interessiert das Bauamt meist nicht. Einzige Ausnahme: Es besteht Denkmalschutz und die Überdachung ist bei der Ansicht sichtbar. Aber in diesem Fall gibt es sowieso gesonderte Vorschriften.

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Viktor

Heimwerker und angehender Hobby-Gärter
Gründer von Furniture-Blog.de. Ich berichte hier über Möbel, Gärten und mehr. Gerne lasse ich euch an meinen Erfahrungen aus dem Alltag teilhaben. Parallel zum Möbel-Blog schreibe ich speziell über den Garten auf Garden-Blog.de.

1 Kommentar

  1. Hej Viktor,

    wirklich toller Artikel, habe damals auch nicht schlecht geschaut als ich wirklich eine Genehmigung für das Terassendach gebraucht habe. Hätte ich so nie erwartet..

    Aber seit letztem Sommer will ich mir das nicht mehr nehmen lassen. Als naturliebende bin ich jeden möglichen Abend an schönen Tagen dort und entspanne in der Abendsonne 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Emma

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